Bei der Beschäftigung mit den Finanzierungsspielräumen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir uns nicht ausschließlich auf das Genossenschaftsmodell festlegen können. Durch die fehlende staatliche Unterstützung ist - in unseren bisherigen Berechnungen - der finanzielle Aufwand für die/den Einzelne/n nicht wirklich geringer als bei der Eigentumsbildung. Dadurch fragt man sich dann zu Recht: "Warum soll ich für etwas, was mich am Ende genausoviel kostet wie eine Eigentumswohnung, dann in einer Genossenschaftswohnung sitzen, die mir letztendlich weniger Rechte, aber mehr Pflichten aufbürdet?" Trotzdem versuchen wir - auch mit anderen Finanzierungsmodellen - die grundsätzlichen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.
Eine Umfrage unter den Interessent/inn/en hat ergeben, dass von vielen Seiten auch andere Finanzierungsformen - zum Beispiel die einer üblichen Baugruppe - denkbar sind: "Wir bauen gemeinsam Eigentumswohnungen, sehen das als (auch) als Geldanlage, sind für unsere Finanzierung selbst verantwortlich und können die Wohnung dann auch ggf. weiterverkaufen." Dabei ist trotzdem gewünscht, sowohl soziale Aspekte wie auch Gemeinschaftsflächen zu implementieren.
Kurz und gut: Wir denken parallel über ein vernüftiges, eigentumsbildendes Baugruppen-Finanzierungsmodell nach und wollen trotzdem unser Konzept darin integrieren. Bisher haben wir noch keine geeignete Form gefunden. Es bleibt spannend.